Abrufkredit FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Abrufkredit

- Was genau ist ein Abrufkredit?
- Bei welchen Banken kann ich den Abrufkredit bekommen?
- Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
- Wie hoch sind die Zinsen für einen Abrufkredit?
- Kostet der Abrufkredit Gebühren?
- Wie muss der Abrufkredit getilgt werden?
- Sind beim Abrufkredit Sondertilgungen möglich?
- Ist der Abrufkredit günstiger als der Dispositionskredit?
- Welche Vorteile hat der Abrufkredit gegenüber einem Ratenkredit?
- In welcher Höhe kann der Abrufkredit beantragt werden?
- Kann ich den Abrufkredit zusätzlich absichern?
- Was sind die Risiken eines Abrufkredites?

Was genau ist ein Abrufkredit?


Ein Abrufkredit ist eine Kreditlinie, die eine Bank, die dieses Produkt anbietet, ihrem Kunden bei entsprechender Bonität einräumt. Diese Kreditlinie kann auf „Abruf“ genutzt werden. Damit kann der Kreditnehmer seine Liquidität erhöhen und hat ein finanzielles Polster für unvorhergesehene Geldausgaben. Abrufkredite werden auf unbestimmte Zeit eingeräumt.
In Deutschland sind die Abrufkredite seit 2006 im Kommen, besonders die Direktbanken haben dieses attraktive Produkt in ihre Produktpalette aufgenommen, dass mittlerweile von vielen Verbrauchern gern genutzt wird.
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Bei welchen Banken kann ich den Abrufkredit bekommen?


Bisher gibt es noch nicht so viele Banken und Kreditinstitute, die den Abrufkredit in ihr Produktportfolio aufgenommen haben. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest hat ergeben, dass von 83 befragten Banken nur 16 den Abrufkredit, der verschiedene Bezeichnungen haben kann, im Angebot haben.

Zu den Banken, die den Abrufkredit zu besonders attraktiven Konditionen anbieten, gehören die Credit Europe Bank, die ihren Abrufkredit „Dr. Dispo“ nennt, die Volkswagen Bank führt den Abrufkredit unter der Bezeichnung ComfortCredit und die ING-DiBa nennt den Abrufkredit ganz einfach „Privatkredit“.
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Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?


Um einen Abrufkredit genehmigt zu bekommen, muss der Kreditnehmer in der Regel über ein regelmäßiges Einkommen aus einem Beschäftigungsverhältnis verfügen, dass ihm genügend Spielraum gibt, neben seinen normalen Verpflichtungen auch die aus dem Abrufkredit zu erfüllen und die Schufa-Auskunft des Antragstellers sollte makellos sein.
Kreditantragsteller mit negativen Auskünften oder Arbeitssuchende haben keine Chance, einen Abrufkredit zu erhalten. Einige der Anbieter von Abrufkrediten schließen in die Kreditvergabe sogar die Gruppe der Selbstständigen ein.
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Wie hoch sind die Zinsen für einen Abrufkredit?


Eine pauschale Aussage kann aus zweierlei Gründen nicht getroffen werden. Erstens sind die Zinsen für den Abrufkredit variabel, das heißt, sie werden regelmäßig dem am Finanzmarkt herrschenden Zinsniveau angepasst und zweitens sind die Zinssätze von Bank zu Bank verschieden. Verallgemeinernd kann festgestellt werden, dass der effektive Jahreszins deutlich unter 10 % liegt und sich oft zwischen 7 und 8,9 % bewegt.
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Kostet der Abrufkredit Gebühren?


Für den Abrufkredit verlangen die Banken weder Bearbeitungs- noch Bereitstellungsgebühren. Ein ungenutzter Abrufkredit verursacht für den Kreditnehmer keine Kosten. Kosten in Form von Zinsen entstehen nur für den jeweils abgerufenen Betrag.
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Wie muss der Abrufkredit getilgt werden?


Die meisten Banken bieten flexible Tilgungsmöglichkeiten für die Kreditnehmer an, verlangen aber eine monatliche Tilgungsrate von 1 bis 3 % des Saldos oder eine Mindesttilgung, die sich zwischen 30 und 50 Euro im Monat bewegt. Natürlich steht es jedem Kreditnehmer völlig frei, auch den kompletten Saldo oder einen großen Teil des Saldos auszugleichen. Je geringer der beanspruchte Kreditbetrag, desto geringer sind letzten Endes die Zinsen, die der Kreditnehmer bezahlen muss.
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Sind beim Abrufkredit Sondertilgungen möglich?


Das ist das Vorteilhafte am Abrufkredit, dem Kreditnehmer obliegt die Entscheidung wann und wie viel er vom abgerufenen Saldo tilgen möchte. Wer beispielsweise den Abrufkredit nutzt, um eine Urlaubsreise vorzufinanzieren, kann, wenn er Urlaubsgeld bekommt, den Saldo ganz oder teilweise tilgen. Auch dafür entstehen keine zusätzlichen Gebühren.
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Ist der Abrufkredit günstiger als der Dispositionskredit?


Diese Frage kann eindeutig mit Ja beantwortet werden, es gibt wohl keine Bank, die ihren Dispositionskredit günstiger anbietet als Abrufkredite angeboten werden. Für den Dispositionskredit liegen die Zinsen im Durchschnitt bei 12 bis 15 Prozent. Außerdem ist der Dispositionskredit immer an die Führung eines Girokontos mit regelmäßigem Gehaltseingang gekoppelt, der Abrufkredit ist hingegen an kein anderes Bankprodukt gekoppelt. Für viele Verbraucher bietet es sich daher an, den Abrufkredit zu nutzen, um den Dispositionskredit auszugleichen und das Girokonto nur noch im Haben zu führen.
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Welche Vorteile hat der Abrufkredit gegenüber einem Ratenkredit?


Ein Ratenkredit zeichnet sich dadurch aus, dass die Laufzeit vorher genau definiert ist und die entsprechenden Raten monatlich zu einem fixierten Termin getilgt werden müssen. Der Abrufkredit ist lediglich ein Kreditrahmen, der genutzt werden kann aber nicht zwingend genutzt werden muss. Der Abrufkredit stellt eine Liquiditätsreserve dar und wird auf unbestimmte Zeit genehmigt.
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In welcher Höhe kann der Abrufkredit beantragt werden?


Bei einem Vergleich der verschiedenen Anbieter fällt auf, dass die große Mehrheit unter ihnen den Abrufkredit in Größenordnungen von 2.500 bis 25.000 Euro bonitätsabhängig anbietet. Es gibt Anbieter, die genehmigen den Abrufkredit auch mit 1.000 Euro und es gibt Anbieter, die den Kreditnehmern eine Linie von bis zu 50.000 Euro einräumen, Bonität vorausgesetzt.
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Kann ich den Abrufkredit zusätzlich absichern?


Einige Anbieter geben den Kreditnehmern die Möglichkeit, in Verbindung mit dem Abrufkredit eine Restschuldversicherung abzuschließen. Die Restschuldversicherung springt ein, wenn der Kreditnehmer auf lange Zeit erkrankt oder verstirbt und einen offenen Saldo hinterlässt.
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Was sind die Risiken eines Abrufkredites?


Der Abrufkredit an sich ist für Kreditnehmer, die mit Geld umgehen können, kein Risiko. Aber Kreditnehmer, die dazu neigen, über ihre Verhältnisse zu leben, die den Dispositionskredit auf dem Girokonto ständig im Soll führen und mit den monatlichen Gehaltseingängen das Konto auf lange Sicht nicht mehr ausgleichen können, und die den Abrufkredit zusätzlich nutzen wollen, ist er eine Gefahr. Zu schnell kann es passieren, dass der Überblick über die Finanzen verloren wird, beide Kredite stets und ständig im Soll geführt werden und die Gefahr der Überschuldung droht. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Abrufkredit mit dazu führen kann, dass Verbraucher in die Dauerschulden abgleiten. Aus diesem Grund sollte der Schritt, einen Kredit aufzunehmen, unabhängig davon, ob es ein Abrufkredit, ein Dispokredit oder ein Ratenkredit ist, immer sehr wohl überlegt werden.
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> zum Abrufkredit Vergleich

Weiterführende Links zum Thema Abrufkredite:
Abrufkredit der VW-Bank ComfortCredit